Wir brechen auf zu neuen Ufern, die uns erfüllen und inspirieren werden. Dazu  befahren wir für uns noch unbekannte Routen auf dem Südamerikanischen / Amerikanischen Kontinent.

Lebenszeichen aus Brasilien                                                                          11.03.2017

 

Liebe Leser, Reisebegleiter, Freunde, Familie und Bekannte

Wir denken gerade an euch und fragen uns, wie's euch geht und was ihr so treibt?

 

Bei uns ist alles Bestens. Im Moment regnet es in Strömen und wir sitzen im Duro-Stübli bei einem Huskafi mit Sahnehaube!

 

Die letzten Monate haben wir das südliche und teilweise sehr heisse Paraguay mit Temperaturen zwischen 30-40 Grad bereist. Mehrere Tage und Wochen bei Schweizer und Deutschen Auswanderern verbracht und so Einblick hinter die Fassaden gekriegt. Viele erfolgreiche, zufriedene und glückliche Auswanderer getroffen. Aber auch traurige oder aussichtslose Geschichten erfahren, die uns ab und zu nachdenklich stimmten. Wir durften ein friedliches Weihnachten auf dem Camping hasta la pasta bei Marion und René in Altos (nähe Asuncion) mit "alten" Reisefreunden und neuen Reisebekanntschaften geniessen. Haben 2 x einen 60. und einen 33. Geburtstag gefeiert, sowie die Eltern eines guten Freundes besucht. Also fast ein bisschen Ferien vom Reisen gemacht!

Nach fast 3 Monaten im südlichen Paraguay mit relaxten Tagen sind wir seit dem 14. Februar 2017 bereits das 3. Mal zurück in Brasilien. Ein riesiges Land! Trotzdem haben wir uns entschlossen doch noch die verschiedenen Facetten von Brasilien zu erkunden.

 

So sind wir vorerst zügig unterwegs mit vielen Fahrkilometern, denn es geht quer durchs Land bis an die Atlantikküste und an dieser weiter hoch nordwärts.

 

Die letzten Tage beobachteten wir die Sojaernte, fuhren durch kilometerlange Zuckerrohrfelder und kurvten über hügelige Kaffeeplantagen. Unsere Nachtplätze ob auf einem Posto (Tankstelle) bei den Truckern, an einem schönen ruhigen und idyllischen Flusslauf oder einer Posada mit Camping waren bis anhin immer sicher und kurzweilig.

Wir machen mal kurz Pause im Barock-Städtchen Tiradentes (südwestlich von Belo Horizonte gelegen), bevor‘s wieder weiter geht. Wir fühlen uns fast in eine andere Zeit versetzt. Schöne liebevoll bemalte und gestaltete Gebäude, Kirchen, Restaurants und Kunsthandwerksläden.

Zur Zeit ist Carneval und die Damen laufen mit einem lustigen Kopfschmuck durch die Gassen. 

 

Die Hauptattraktion ist jedoch die „fumaca Maria“ eine gut erhaltene Dampflock aus dem Jahre 1912. Dampfend und laut  pfufend bringt sie mehrmals täglich Passagiere von Tiradentes nach Sao Joao del Rei. Auch wir haben mit ihr eine Fahrt unternommen!

 

und hier geht's zum Film:

 

Der Caminho dos Diamantes schlängelt sich entlang der Bahnlinie durch kurvige Täler, auf und ab über Hügel und bringt uns nach Ouro Preto, eine auf 1179 Meter hoch gelegene Kolonialstadt. Barocke Kirchen überraschen uns im inneren mit vollkommener Kunst. Wir laufen durch Gassen hoch und hinunter, verweilen Stunden im Museu de Ciencia e Tecnica, welche die grösste Edelstein und Kristallsammlung Brasiliens beherbergt. 

Wir fahren mit einer alten Minenbahn 120 Meter in die Tiefe, in der Hoffnung auf eine Goldader zu stossen! Übernachten auf dem Weg nach Brumadhino auf der 1500 Meter hohen Rampa de Voo livre, dem Hausberg der Belo Horizonter. Nebst Gleitschirmflieger nutzen auch brasilianische Liebespärchen das schöne Ambiente des Restaurants mit Aussichtsplatform hier oben, um Ihrer Erwählten bei Sonnenuntergang einen absolut romantischen Heiratsantrag zu unterbreiten. 

Auf dem über 600 ha grossen Gelände der Fazenda Inhotim geraten wir in zeitgenössische Kunst und lassen uns für einmal von Farben, Geräuschen, Installationen, Bild- und Fotogalerien, Skulpturen inmitten eines botanischen Gartens inspirieren.

Am 10. März 2017 erreichen wir nach 2811 Km Fahrt die wunderschöne Atlantikküste in Prado. Eine Unterkunft zu finden ist nicht ganz einfach. Findet doch ausgerechnet dieses Wochenende das grösste Motorradtreffen Brasiliens statt. Jeder Camping und jede Posada innerhalb des Städtchens ist besetzt.  Aber 6 km ausserhalb finden wir im Camping Club do Brasil unsere ganz private Palmenterrasse und geniessen erstmal das dolce far niente.

Ihr seht bei uns ist alles bestens, wir sind gut unterwegs und immer noch vom Reise- und Entdeckungslustvirus befallen.

Im 2017 möchten wir sicher noch die Länder Peru, Ecuador und Kolumbien genauer erkunden. Es gefällt uns so gut in Südamerika, dass wir vorerst noch ein wenig hier bleiben.

 

Wenn du erkennst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt.

Zitat von Laotse

 

Ganz liebe Grüsse von uns Zwei. Bis demnächst wieder einmal und es würde uns freuen weiterhin von euch zu hören

 

Team carrotte, Sonja und Benno

weitere Bilder unter Fotogalerie:   --> südliches Paraguay

                                                          --> Brasilien: Foz do Iguazu bis an die Atlantikküste

Wir freuen uns weiterhin über euer Interesse an unserem Panamericana-Abenteuer und über eure elektronischen Nachtrichten per Mail oder Einträge im Guestbook und bedanken uns bei euch für die vielen bereits erhaltenen Nachrichten.

 

Adios, bis bald und auf Wiedersehen

Team carrotte

 


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